Meine Hoffnung und Erwartung: Microsoft MBS „Shared Intelligence“ wirft seinen Schatten voraus

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Die Microsoft-Partner konnten sich viele Jahre daran gewöhnen; im Juli findet die weltweite Partnerkonferenz statt und im Oktober steht die DPK – die Deutsche Partnerkonferenz – im Kalender.

Das war einmal!

Wie so viele Dinge, hat Microsoft auch dieses Modell angepasst und in die Gegenwart geführt. Eine Konferenz in Deutschland mit geschlossenen Türen für Partner gibt es nicht mehr.

Ab diesem Jahr lädt Microsoft nun zum Microsoft Business Summit, kurz MBS, ein. Die isolierte Veranstaltung DPK gehört der Geschichte an. Keine Treffen mehr auf großer Bühne, wo Microsoft -Partner und Microsoft sich hinter geschlossenen Türen über Neuigkeiten und Erfolgspläne unterhalten. Transparente und offene Kommunikation zwischen Microsoft, den Partnern und Endkunden verspricht auch das Motto der Konferenz: „Shared Intelligence“

Ich verstehe den Aufruf „Shared Intelligence“ als einen Weckruf.

„Macht Euch transparent, arbeitet zusammen und nutzt die Chancen der partnerschaftlichen Zusammenarbeit.“

Ich begrüße diese Strategie aus zwei Gründen sehr.

Erstens sind die Dienste und Produkte, die Microsoft in der Cloud anbietet, viel zu umfangreich, als dass ein Partner alleine hier das ganze Spektrum abdecken kann. Eine technische Spezialisierung ist zwingend notwendig.

Zweitens erwarten Kunden nicht mehr den Techniker, der die Lösung zum Laufen bringt, sondern einen Brückenbauer zwischen dem eigenen Geschäft und den technologischen Machbarkeiten; ohne Fokus auf Branchen- und Lösungskompetenzen ist das nicht mehr machbar.

Diese notwendigen Änderungen der Unternehmenskultur ist aus meiner Sicht noch nicht bei allen Microsoft-Partnern angekommen. Das Microsoft-Partner-Ökosystem lebt von den vielen kleinen und kleineren Unternehmen und die meisten hiervon sind keine Startups. Es sind gestandene Unternehmen, die teilweise seit vielen Jahren am Markt sind. Mit etablierten und traditionellen Geschäftsmodellen und erfahrenen Führungspersönlichkeiten.

Und das ist die Herausforderung.

Mit den technischen Neuerungen ergeben sich auch neue Machbarkeiten und Veränderungen der Anforderungen vom Markt und der Arbeitswelt. Es ist kein Zufall, dass der Cloud-Erfolg von Microsoft und die Zunahme neuer Arbeitsformen von Unternehmen zeitgleich passieren.

Die Modularität, Schlankheit und Umsetzungsgeschwindigkeit, wie sie durch Cloud-Technologien möglich ist, muss sich auch in den Unternehmen wiederfinden. Von Microsoft und von seinen Partnern. 

Die Partner sind gefordert, die Situation von Wettbewerb (untereinander) und Partnerschaft neu zu überdenken. Monolithische Systeme sind in 2019 nicht nur technisch, sondern auch organisatorisch obsolet geworden.

Im Idealfall werden Partner in Zukunft gegenüber Microsoft, ihren Kunden und verstärkt auch untereinander enger zusammenrücken, Allianzen bilden und den eigenen Fokus schärfen. Das Microsoft-Partnernetzwerk IAMCP bietet den Rahmen für die erfolgreiche Vernetzung.

Vielleicht sind das auch nur meine Erwartungen und Vorschusslorbeeren, die ich hier sehe; aber die Agenda und das Setup der Veranstaltung bestätigt mich:

„Isoliert arbeitende Partner sind die Großrechner von morgen.“

Freue mich, Euch zu treffen.

Meine Session zum Thema:

Di, 22.10. um 14:30 „Das Warum und Wie für ein erfolgreiches Partner-to-Partner-Modell“

Glück Auf, Euer

/Eckhard Klockhaus

 
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